Upcycling - mülltikulturell
Mölln 2026 - Gemeinschaftsschule Mölln
Projektziel – Projektinhalt – Hintergrund
Das Projekt „Upcycling - mülltikulturell“ verband auf praxisnahe Weise Themen der Nachhaltigkeit, kulturellen Bildung und gemeinschaftlichen Lernprozesse. In Workshops zum Denim-Upcycling sowie zu musischen Upcycling-Impulsen entwickelten die Schülerinnen und Schüler kreative Produkte, Performances und Reflexionen zu globalen Zusammenhängen, Ressourcenverbrauch und gesellschaftlicher Verantwortung.
Besondere Erfahrungen ermöglichten die Exkursionen zum Recyclinghof in Grambek. Die Deponie wurde dabei zu einem außerschulischen Lernort, an dem Nachhaltigkeit unmittelbar erfahrbar wurde. Die Zusammenarbeit mit der Buhck Stiftung unterstützte das Projekt materiell und trug wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung vor Ort bei.
Statt einer öffentlichen Live-Abschlusspräsentation wurde vor Ort ein Film erstellt, der sowohl die Entstehung der künstlerischen Ergebnisse als auch deren Präsentation abbildet. Dieser Film wurde zunächst schulintern und dann öffentlich präsentiert. Am Ende sogar beim Landesfachtag BNE in Neumünster am 11.06.26.
Institution(en)
Buhck Stiftung
Gemeinschaftsschule Mölln
Gruppengröße
Beteiligt waren insgesamt drei Klassen:
zwei 8. Klassen (Ansprechpartnerinnen: Mary Foss und Ulrike Zemla)
eine 7. Klasse (Ansprechpartnerin: Heike Hack)
Altersstufe
Mittelstufe
Rahmenbedingungen
Der Recyclinghof in Grambek bot eine ideale Kulisse für das Projekt. Die Firma Buhck ermöglichte es, während des laufenden Betriebs einen Bereich der Sortierhalle für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern abzusperren. Aus Sicherheitsgründen arbeiteten die Gruppen ausschließlich in Kleingruppen und waren mit Warnwesten ausgestattet. Diese Warnwesten waren im Zusammenhang mit der Kulisse des Recyclinghofes in Kombination mit Kopfbedeckungen gleichzeitig ein starkes ästhetisches Moment: „dirty Work“.
Für die filmische Dokumentation wurde eine zusätzliche Lösung gefunden, so dass Aufnahmen direkt vor Ort möglich waren. Zwei Neigungsgruppen aus den 7ten und 8ten Klassen entwickelten zudem eine Abschluss-Performance im Stil von STOMP-Percussion. Besonders günstig war die fußläufige Erreichbarkeit des Recyclinghofs: Der Weg von der Schule dauerte lediglich etwa 20 Minuten.
Zeitumfang (in den verschiedenen Phasen)
Vorbereitung des dreitägigen Jeans- und Musikworkshops jeweils in der Schule
Durchführung und Abschluss des Gesamtprozesses auf dem Recyclinghof
Projektverlauf
Am ersten Projekttag wurden beide Workshops mit der 7ten Klasse durchgeführt. Dafür wurde die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Musikgruppe besuchte den Recyclinghof, erhielt Einblicke in die Abläufe der Müllverwertung, sichtete Materialien für die geplante STOMP-Percussion und entwickelte erste rhythmische Sequenzen mit wiederverwertbaren Gegenständen. Die Jeansgruppe erhielt theoretischen Input zur Geschichte und Bedeutung der Jeans, zu Stoffen und Wiederverwertbarkeit sowie zu den globalen Folgen eines übermäßigen Textilkonsums. Im Anschluss wurden kleine Taschen aus alten Jeansstoffen hergestellt.
An den beiden folgenden Tagen arbeiteten die beiden 8ten Klassen in ähnlicher Weise. Der Besuch des Recyclinghofgeländes erfolgte jeweils in Kleingruppen. In einem abgesperrten Bereich einer Sortierhalle waren direkte Umsetzungen (Percussions und Anfertigen von Objekten mit Jeans) möglich, während die übrigen Schülerinnen und Schüler parallel in Gruppenräumen arbeiteten. Die Gruppen wechselten sich ab.
Am letzten Projekttag wurde die STOMP-Percussion beider Klassenstufen direkt vor Ort auf dem Recyclinghof, bei der Upcycling-Objekte aus Jeans als Kulisse und Bühnenelemente dienten, von einem Lehrer gefilmt. Final wurde der gesamte Prozess filmisch dokumentiert. Darüber hinaus präsentierten die beiden Kulturvermittler*innen das Projekt beim BNE-Forum in Neumünster.
Projektabschluss / Dokumentation
Alexander Gutsche, Lehrkraft an der GemS Mölln, wurde an einem Tag vom Unterricht freigestellt, um die Aktion für die Schule und für die weitere Verwendung im Rahmen des Projekts zu filmen.
Hauptansprechpartner
Kathrin Engelbrecht (Kulturfachberaterin)
Eva Ammermann (Jeans-Workshop)
Jörg Geschke (Musik im Stil von STOMP)
Weitere Mitwirkende
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Verweise auf Begleitmaterialien
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