Projekte

Wir wollen die Plakette!

Preetz 2024 - Theodor-Heuß-Gemeinschaftsschule

Projektziel – Projektinhalt – Hintergrund 

Auf dem Schulgelände der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule in Preetz steht die Bronzefigur „Mädchen mit Reifen“ von Fritz During. Leider ist sie noch unplakettiert. Ein künstlerisches Projekt 2021 hatte zum ersten Mal den Fokus von Lehrer*innen und Schüler*innen auf diese Skulptur gelegt, die bis dahin sehr versteckt, eingewachsen und nicht zugänglich zwischen Bäumen und Büschen, neben Hühnerstall und Komposthaufen stand. Seitdem ist das Gelände rund um die Skulptur verschönert und neu angelegt worden. Aber für einen größer vorbereiteten Termin zur Plakettenübergabe durch die Fritz-During-Stiftung fehlte es damals pandemiebedingt an der Umsetzung. Dies soll nun nachgeholt werden.

Das Projekt richtet sich an 2 Profilklassen des 6. Jahrgangs:

Die „Kreativklasse“ hat zum üblichen Unterricht zusätzlichen wöchentlich 2 Stunden Unterricht in Darstellendem Spiel, bzw. Gestalten. Hinzukommen gesonderte Projekttage, an denen die Schüler*innen intern zu einem besonderen Thema arbeiten. Ziel ist immer wieder, kreative Ideen und Lerninhalte fächerübergreifend zu verknüpfen, um die Freude am Lernen und die Bereitschaft, sich Lerninhalte kreativ zu erschließen, zu fördern. Im Gegensatz dazu werden in der Klassikprofilklasse alle Fächer ohne Einschränkung oder Aufstockung unterrichtet. Beide Klassen sollen sich in diesem Projekt kreativ betätigen und miteinander in Austausch kommen. Beide Klassen haben je 25 Schüler*innen. Die Teilnehmer*innen dürfen wählen, ob sie tanzen oder malen möchten.

Auch befinden sich in diesen beiden Gruppen Daz-Kinder, Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder mit emotional-sozialem Förderbedarf. Der Klassenzusammenhalt und die Entwicklung von Kommunikationskompetenzen und sozialen Werten soll mit Hilfe unseres Projektes weiter gefördert werden.

 

Ziele und Inhalte:

In diesem Projekt soll die Skulptur „Mädchen mit Reifen“ des Künstlers Fritz During, die auf dem Schulgelände steht, von allen Schülerinnen und Schülern der beiden 6. Klassen wahrgenommen, näher betrachtet und sich mit ihr künstlerisch auseinandergesetzt werden. Dafür nutzen wir die Sprache der bildenden Kunst und des Tanzes. In zwei Projekttagen entsteht eine Choreographie, welche den Reifen in den Mittelpunkt stellt. Parallel dazu entstehen kleine Kunstwerke auf Leinwand, die das Mädchen mit Reifen individuell darstellen. Auch gibt es eine künstlerische Begegnung zwischen Maler*innen und Tänzer*innen. Das Projekt findet seinen Abschluss in einer kleinen Präsentation aller Ergebnisse und einer offiziellen Plakettenübergabe durch die Fritz- During-Stiftung, unter Anwesenheit von Schulleitung und Presse.

Institution(en)

Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule Preetz

Gruppengröße

Im Herbst 2024 sind die teilnehmenden Schüler*innen im 6. Jahrgang (ca. 11-13 Jahre alt); 2 Klassen  je 25 Schüler*innen.

Altersstufe

6. Klasse, 11-13 Jahre

Rahmenbedingungen

Durchführung des Tanzworkshops mit Katja Grzam in der Sporthalle und draußen vor der Skulptur. Durchführung des Mal-und Zeichenworkshops mit Astrid Krömer im Kunstraum und draußen vor der Skulptur. 

Zeitumfang (in den verschiedenen Phasen) 

Zwei ganze Projekttage für alle tanzenden oder malenden Teilnehmer*innen.

Projektverlauf

Beide Künstler*innen gestalten parallel 2 Projekttage. Sie arbeiten getrennt mit einer Gruppe (es wurde gewählt). Während beider Tage gibt es eine Begegnung der beiden Gruppen und einen künstlerischen Austausch. Die beiden unterschiedlichen künstlerischen Umsetzungen ergänzen und inspirieren sich.

Konkreterer Ablauf für den Tanz:

Die Tänzer*innen werden zunächst die Skulptur betrachten, berühren, erforschen. Sie gehen mit ihr in ersten Kontakt über verschiedenste einfache Bewegungsaufgaben.

Später in der Turnhalle: Mit unterschiedlichsten Improvisationsaufgaben und Bewegungsspielen entwickeln wir tänzerisches Material, aus dem eine Reifen- Choreographie entsteht, die soweit vereinfacht und repetiert wird, dass sie am zweiten Tag zur Plakettenübergabe voller Stolz präsentiert werden kann. Wichtig dabei ist die aktive Partizipation im Entwicklungsprozess. Die Tänzer*innen wählen die Musik aus, entwickeln gemeinsam das Material und entscheiden gemeinsam, wie die Choreographie letztendlich ausschaut.

Wenn uns zwischendurch die Maler*innen besuchen, geht es um eine Interaktion zwischen beiden künstlerischen Sparten. Zum einen geht es um die gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung der künstlerischen Arbeit. Zum anderen soll auch das Kreieren eines neuen kreativen Moments in den Fokus rücken. Schaffen wir eine bewegte, be-/getanzte Ausstellung? Können wir die Gemälde tanzen lassen? Können wir beide Elemente verbinden?

Ablaufplanung für die Bildende Kunst:

Während die Tänzer*innen die Skulptur in/durch Bewegung erfassen, bereiten wir im Kunstraum alles Notwendige vor.  Wir grundieren ein großes weißen Blatt mit ausgewählten Farben. Während der Zeit des Trocknens untersuchen wir die Skulptur hinsichtlich der Proportionen, der Haltung, der Größe und des Ausdrucks, denn das Hauptthema in Fritz Durings Werken ist meist der Mensch.

Direkt vor der Figur beginnen die SuS dann aus unterschiedlichen Richtungen mit 5-6 Blindzeichnungen.

Im Kunstraum werden die Zeichnungen nun auf das größere, vorher bereits grundierte Papier übertragen und dann mit Temperafarben weiterbearbeitet. Am zweiten Tag wird durch weitere Stilmittel der Ausdruck der Skulptur hervorgehoben, indem eine Räumlichkeit in das Bild gesetzt wird. Durch die unterschiedliche Farbgebung und Perspektive der Bilder, sind viele verschiedene Arbeiten zum „Mädchen mit Reifen“ entstanden.

Am Ende des Projektes sind unterschiedliche Werke entstanden: ein Tanz, jede Menge Bilder mit unterschiedlicher Farbgebung und Perspektive, eine gemeinsame Interaktion. Diese werden nun für die Plakettenübergabe noch einmal präsentiert.

In beiden Gruppen findet auch der Fritz-During-Koffer Anwendung. Mit ihm wird das Leben des Künstlers und das Verfahren des Bronzegusses ausgiebig erfahrbar.

Projektabschluss / Dokumentation

Es findet eine Abschlusspräsentation am 26.02. von 9:20-9:50 Uhr in der Großhansdorfer Bücherei statt. Eingeladen sind Frau Sommer und Frau Ruhose, die Presse, der Bürgermeisters, einige Kinder aus den 3. Klassen, die Schulleitung und die Eltern der beteiligten Kinder. Die Lese-Kinder stellen ausgewählte Leseproben vor, um ihren Projekterfolg zu dokumentieren. Des Weiteren werden ihre entstandenen kreativen Ergebnisse in Form von selbst gebundenen Büchern ausgestellt.

Hauptansprechpartnerin

Katja Grzam, Tänzerin, Choreographin, Kulturvermittlerin

Weitere Mitwirkende

Miriam Klein, Kulturbeauftrage der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule Preetz

Astrid Krömer, Bildende Künstlerin und Kulturvermittlerin

Verweise auf Begleitmaterialien

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Sponsoren/Kooperationspartner

Stiftung Bildung – Chancengleichheit / Fritz-During-Stiftung im Kreisarchiv Plön

Ansprechpartner

Katja Grzam

katja.grzam-hl(at)kulturvermittler-sh.de

Weitere Ansprechpartner

Astrid Krömer

astrid.kroemer-ploe@kulturvermittler-sh.de