22850 Norderstedt 2017 - Willy-Brandt-Schule

Wilde Zeiten heute

Projektziel – Projektinhalt – Hintergrund

Anlässlich der Ausstellung „Wilde Zeiten“ mit Fotografien von Günter Zint haben Dr. Marlen von Xylander, Stadtarchiv, die Kulturvermittlerinnen Kreis Segeberg, Silke Ahrens-Rapude und Birgit Bornemann mit Claudia Rüdiger das Schülerprojekt „Wilde Zeiten heute“ als begleitende Sonderausstellung vom 11.01. bis 25.02.2018 im Obergeschoss des Stadtmuseums Norderstedt erarbeitet.

Gruppengröße

20 SuS (2 AGs)

Rahmenbedingungen

Kunst-, bzw. Werkraum, Platz/Raum für die  Zwischenlagerung der Arbeiten/des Materials, Stellwände; Freier Platz im Museum für Positionierung der Werke;

Zeitumfang

16 Stunden (exkl. Vernissage)

Projektverlauf

WILDE ZEITEN HEUTE - EIN SCHÜLERPROJEKT MIT SONDERAUSSTELLUNG

Anfang letzten Jahres hat Dr. Marlen von Xylander, Stadtarchiv Silke Ahrens-Rapude und Birgit Bornemann angesprochen, ob sie ein Schülerprojekt zur Foto-Ausstellung  „Wilde Zeiten“ von Günter Zint auf die Beine stellen könnten.

Die Ausstellung „Wilde Zeiten“ umfasst dokumentarische Schwarz-Weiß-Fotos der 68er Jahre bis zum Jahr 1992, die auf der Straße entstanden sind. Für Günter Zint gilt „Ran ans Motiv“, was für ihn auch heißt: Sich einmischen in die Zeitläufe.

Dazu haben sie Norderstedter Schüler und Schülerinnen der 7. und 8. Klasse der FotoKunst- AG und der Keramik-AG der Willy-Brandt-Schule und des Theater Life eingeladen, sich mit dem aktuellen Zeitgeschehen auseinanderzusetzen. Die Schüler und Schülerinnen haben an einer Führung mit Günter Zint durch die Fotoausstellung teilgenommen und das Thema im AG-Unterricht weiter vertieft.

Grundlage war die Frage, wie die Schüler das Zeitgeschehen heute empfinden und sehen. Dabei hat sich herausgestellt, dass sie sich unter „wild“ gar nichts vorstellen können. Sind unsre „Zeiten heute“ so brav oder ließ sich doch noch „Wildes“ ausfindig machen?

Mit den FotoKunst-AGlern hat Birgit Bornemann zunächst „Streetphotography“ zum Thema gemacht und den Bereich um die Willy-Brandt-Schule herum fotografisch erkundet.

Die Straßenfotografie ist eine Stilrichtung der künstlerischen Fotografie im öffentlichen Raum, in diesem Falle Norderstedt, wo sie Architektur und nicht prominente Menschen in Alltagssituationen in besonderer Weise in Szene setzt. Idealer Weise rufen die Fotos bei den Betrachtern unterschiedliche Assoziationen und Geschichten hervor. Es geht nicht darum zu dokumentieren, sondern darum, mit Fotos eine Geschichte zu erzählen.

Zusätzlich haben die Schüler private Fotos herausgesucht, die ihren wilden Alltag zum Thema haben sollten und sie im AG-Unterricht mit dem Photoprogramm auf DIN A4-Format zugeschnitten und die Vorderseite der Einladungskarte entworfen. Darüber hinaus haben sie sich mittels Anfertigung eines Banner für´s Treppenhaus des Stadtmuseums und Collagen mit (u.a. politischen) Schlagzeilen/Themen auseinandergesetzt.Claudia Rüdiger, Leiterin der Keramik-AG, hat ihre Schüler ebenfalls mit dem Thema „Wilde Zeiten heute“ konfrontiert.  Die Figuren und Objekte haben die Schüler aus dem plastischen Material Ton gefertigt. Diese wurden gebrannt, bzw. geschrüht und danach mit verschiedenen Glasuren bemalt und nochmal auf 1050 °C gebrannt. Um den Objekten mehr Raum und Standfestigkeit zu geben, haben die Schüler ihre Objekte auf farbig angemalte Pappen und Kartons geklebt.

So sind in recht kurzer Zeit interessante Arbeiten entstanden, die Mode, Medien aber auch Gewalt und Freundschaft zum Inhalt haben.

Die Schüler beider AGs waren außerdem tatkräftig am Aufbau der Ausstellung beteiligt.
So ist eine kleine, feine Ausstellung entstanden, die uns zum Nachdenken über unsere Zeit anregt. Die Ergebnisse der Keramik-AG sind auf den Podesten zu sehen, die der FotoKunst- AG und der Jugendlichen des Theater Life an Stellwänden, als verbindendes Element dient schwarz-gelbes Bodenmarkierungsband.

Die Ausstellung ist noch bis zum 25.02.2018 im Obergeschoss des Norderstedter Stadtmuseums zu sehen.

Projektabschluss/Dokumentation

Die Vernissage der Schülersonderausstellung hat am Donnerstag, den 11.01.2018 um 19.00h stattgefunden mit musikalischer Untermalung von Marit Leste (Gesang) und Rainer Lankau (Korrepetition). Jugendliche des Theater Life spielten eine Szene aus ihrem aktuellen Theaterstück „Oh de Tolet“.

 

Presseecho: Heimatspiegel, Markt Extra, HamburgerAbendblatt/Norderstedter Zeitung, kultur in Norderstedt, NOA 4;

Hauptansprechpartner

Silke Ahrens-Rapude, Kulturvermittlerin & Birgit Bornemann, Kulturvermittlerin

Weitere Mitwirkende

Birgit Bornemann | FotoKunst | http://www.birgit-bornemann.de

Claudia Rüdiger | art and design | http://www.cr-arts.de

Sponsoren

Kulturstiftung Norderstedt, BEB in Norderstedt gGmbH