Niebüll 2022 - Friedrich-Paulsen-Schule

„Der jüdische Jahreskreis und jüdische Musik“ - 1700 Jahre jüdisches Leben

Projektziel – Projektinhalt – Hintergrund

Die Schülerinnen und Schüler sollten mithilfe dieses Projektes eine in Nordfriesland sehr fremde Kultur durch die reale Begegnung mit einer Vertreterin dieser Kultur (Frau Stern) kennenlernen. Das Projekt sollte ebenfalls zum Abbau von Vorurteilen gegenüber anderen Kulturen beitragen und Toleranz bei den jungen Menschen wecken. Durch die Musik und ihre Texte haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der jüdischen Kultur auseinandergesetzt und diese von einer weiteren Seite verstehen gelernt. Dieses wurde möglich, indem Frau Stern als erfahrene Laienkantorin die jüdische Musik in Erzählungen und praktischen Ausführungen in Verbindung zum jüdischen Jahreskreis setzte. Herr Vecbaštiks unterstützte sie dabei musikalisch, indem er die von Frau Stern vorgeschlagenen Lieder für die Streichergruppe arrangierte und dadurch den Schülerinnen und Schüler den Zugang zu den jüdischen Liedern ermöglichte.

 

Institution(en)

Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll und Gedenkstätte “Ehemalige Synagoge, Friedrichstadt

Gruppengröße

17 Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse und 4 Schülerinnen und Schüler einer Streichergruppe

Rahmenbedingungen

Musikraum, Klassenraum, Workshop in der Gedenkstätte „Ehemalige Synagoge“ in Friedrichstadt

Zeitumfang (in den verschiedenen Phasen)

Einstudierung der Lieder: ca. 5 Monate, sowie zwei Aufnahmetage (ca. 6 Zeitstunden)

Erarbeitung der jüdischen Festtage im Unterricht: 4 Unterrichtsstunden (jeweils 90 Minuten), sowie ein Projekttag in der Gedenkstätte „Ehemalige Synagoge“ in Friedrichstadt

Projektverlauf

Die Schülerinnen und Schüler der Streichergruppe begannen im April 2021 bis Juni 2021, die jüdischen Lieder unter der Anleitung von Herrn Vecbaštiks und Frau Choquer in den regulären wöchentlichen AG-Stunden am Donnerstagnachmittag einzustudieren. Herr Vecbaštiks hatte die Lieder vorher so arrangiert, dass sie für die Streichergruppe spielbar waren. Nach einer coronabedingten und krankheitsbedingten Pause wurde die wöchentliche Probearbeit dann erneut von Februar bis Juni 2022 fortgeführt und endete mit zwei Aufnahmetagen zusammen mit Frau Stern in der Friedrich-Paulsen-Schule am 14. Mai und 4. Juni 2022.

Gleichzeitig beschäftigte sich die Klasse 6b im evangelischen Religionsunterricht unter der Anleitung von Frau Strenge im Mai und Juni 2021 mit dem Judentum. Am 11. August 2021 verbrachte die Klasse 6b dann einen Projekttag in der Kultur- und Gedenkstätte „Ehemalige Synagoge“ in Friedrichstadt, wo Frau Stern den Schülerinnen und Schülern die Gedenkstätte zeigte und ihnen dort in einer zweistündigen Schreibwerkstatt Kenntnisse über das jüdische Jahr vermittelte, deren Ergebnisse in die Endpräsentation einflossen. Außerdem lernten die Schülerinnen und Schüler ein jüdisches Lied (Schalom Chaverim) und einen Schabbat-Tanz im Rahmen dieser Schreibwerkstatt kennen. Im Mai 2022 wurden dann im Rahmen des Religionsunterrichts die Präsentationen der Schülerinnen und Schüler für das Projektvideo fertiggestellt, eingeübt und aufgenommen. Die Präsentationen und die Lieder wurden dann zu einem Projektfilm zusammengefügt.

Projektabschluss / Dokumentation

Erstellung eines Projektfilms und Veröffentlichung des Films auf dem YouTube Kanal der Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll (Link zum Film: https://youtu.be/6M9baME_rpg)

Hauptansprechpartnerin

Anja Choquer Lehrkraft für Englisch und Französisch, Leitung von Streichergruppen/ Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll)

   

Weitere Mitwirkende

Eduards Vecbaštiks (Violinist beim Landessinfonieorchester Schleswig-Holstein)

Adriana Stern (jüdische Autorin und Laienkantorin)

Angelika Strenge (Lehrkraft für Religion und Deutsch/ Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll)

Christine Thomsen (Gedenkstätte „Ehemalige Synagoge“ in Friedrichstadt)

Uwe Thomsen (Kreisfachberater Nordfriesland)

 

Verweise auf Begleitmaterialien

Noten der Arrangements und Kompositionen der jüdischen Lieder (Eduards Vecbaštiks)

Sponsoren

Das Projekt wurde finanziert durch den Freundeskreis der Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll e.V. und den Zuschuss von „Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule“ im Rahmen von „1700 Jahre jüdisches Leben in Schleswig-Holstein“.