Lübeck 2021 - Willy-Brandt Schule

Zusammen mit Abstand, ein Tanz- und Theaterprojekt in Zeiten der Pandemie

Projektziel – Projektinhalt – Hintergrund

Uns alle vereint die gemeinsam gemachte Erfahrung in Zeiten der Pandemie. Wir alle erlebten Kontaktverbote, Maskenpflicht im (Schul)alltag, Lernen / Arbeiten im Homeoffice. Die Schüler und SchülerInnen erlebten, wie Schule sich pandemisch neu anpassen muss, wie Regeln neu erstellt werden, lieb gewonnene schulische Alltagsrituale verschwinden, wie sich Schule und ihr Alltag um sie herum verändert ….

Mit Tanz und Theater möchten wir die persönlichen Erfahrungen der Jugendlichen mit der Pandemie künstlerisch verarbeiten, das Thema „Zusammenhalt“ (in der Gesellschaft, im Klassenverband) erörtern und erfahren, wie die Jugendlichen sich als Teil der Gruppe verstehen. Wir wollen herausfinden, welche Möglichkeiten sie haben, sich als Teil der Gruppe zu spüren, obwohl sie Abstand halten sollen. Wie gehen sie mit Abstandsregeln um? Wie erleben sie sie? Was macht Corona im Alltag mit ihnen?

Folgende Fragen sollen dabei Antworten finden:

Welchen Abstand muss ich zu anderen einhalten? Welchen Abstand will ich zu anderen halten? Wieviel Nähe darf ich? Wieviel Nähe brauche ich? Wieviel Nähe kann ich zulassen? Und wie gehe ich damit um, wenn Nähe und Abstand durch von-außen-definierte Zahlen und Richtwerte bestimmt werden? Wie groß kann der Abstand untereinander sei, um sich als Gruppe noch zu spüren? Wie kommen wir als Gruppe mit Abstand zusammen? Was brauchen wir dafür? Wie kann ich Teil der Gruppe sein und will ich das überhaupt?

Was habe ich in Zeiten des Lockdowns vermisst? Auf was mußte ich verzichten? Auf was will ich nicht wieder verzichten müssen?

Ein in Corona- Zeiten entstandener und aus den Charts bekannter Popsong  bietet Inspiration für eine Gruppenchoreographie. Aus dieser heraus entwickeln sich kleine und große theatrale Szenen und Blitzlichter, die den Corona- Alltag der Schüler und SchülerInnen widerspiegeln. Die entstandenen Szenen und Kurzchoreographien werden in einem festen Ablauf gebracht und vor der Kamera präsentiert, evtl. gestreamt. Auf diese Weise können Eltern und Mitschüler gleichzeitig oder später das Szenenspiel rezipieren.

Institution(en)

Willy Brandt Gemeinschaftsschule, Lübeck

Gruppengröße

Klasse, 22 Schüler*innen

Rahmenbedingungen/Zeitumfang (in den verschiedenen Phasen)

2 freie Klassenräume stehen zur Verfügung, an 3 vollen Schultagen wird in großer Gruppe oder in Kleingruppen in diesen zwei Räumen getanzt, geprobt, gespielt.

Projektverlauf

Ein tänzerisches Training, Körper- und Theaterarbeit lassen in der Gruppe Nähe und Distanz körperlich und geistig erspüren. Im spielerischen Umgang mit Musik, Bewegung und Sprache verarbeiten wir die Erfahrungen mit der Pandemie. Wir gehen in Interaktion (evtl. mit Abstand) in szenischem Spiel, Choreographie und Improvisation. Wir experimentieren mit dem Abstand, den wir uns selbst untereinander geben oder der uns vorgegeben wird. Wir sind achtsam endsprechend der dann vorgegebenen Hygienebestimmungen. Wir loten aus, was unter den gegebenen Bedingungen tänzerisch und theatral möglich ist.

Die choreographische Etüde wird in der Gruppe gelernt und täglich wiederholt und erweitert. Ideen für kleine theatrale Szenen entstehen am ersten Tag und werden am Folgetag verfeinert. Der dritte Tag umfasst eine Bündelung aller Szenen, ein Festlegen einer szen. Reihenfolge und die Abschlusspräsentation.

Projektabschluss/Dokumentation

Aufführung im Klassenzimmer vor der Kamera und der Schulleitung

Hauptansprechpartner

Katja Grzam und Cornelia Koch, Kulturvermittlerinnen in SH

Carmen Raithel, Kulturvermittlerin in SH und Lehrkraft an der WBS

Sponsoren

Das Projekt wurde aus Mitteln des Schulfördervereins und der Projektförderung „Schule trifft Kultur" finanziert.