Pinneberg 2019 - Wolfgang-Borchert-Gymnasium, Halstenbek

Ich zeig dir meinen Traum, den ich vergaß

In 2016 war die Foto-Lyrik-Werkreihe "ich les dir vor, was du nicht siehst" der Künstlerin mioq und der Wortwerkerin HannaH Rau in der Orangerie des Schlosses Eutin während der Landesgartenschau und in der Gedenkstätte Ahrensbök ausgestellt.

Im Rahmen einer Lesung von Shoah- Überlebenden wurde die Ausstellung parallel mit den Werken der Schüler*innen unter ihrem selbst gewählten Titel „allgegenWERTig – daran kommt man nicht vorbei“ 2018 in der Hanse Schule gezeigt. Im März 2019 war die Ausstellung zu Gast im Dom zu Lübeck/ Ostchor, im Rahmen der Fachtagung „Traumaweitergabe über Generationen“ in Lübeck. Unter dem Titel „#Auf unseren Schultern“ präsentierten die Schüler*innen der Hanse Schule ihre Arbeiten in den Räumen der Schule in Lübeck.

2019 führten die Künstlerinnen das Projekt im Pinneberg-Museum durch. Die Schüler*innen zeigten ihre Arbeiten unter ihrem selbst gewählten Titel „Ich zeig dir meinen Traum, den ich vergaß“.

2020 ist „ich les dir vor, was du nicht siehst“ in digitaler Form temporär integriert in die Dauerausstellung „Nationalsozialismus bis zur Nachkriegszeit“ zu sehen.

Bereits während der ersten Ausstellungszeit im Herbst 2015 in der Gedenkstätte Ahrensbök, ein ehemaliges "wildes" KZ in Schleswig-Holstein, hat die ungewöhnliche Idee der Ausstellung für breites Publikumsinteresse gesorgt. Der Katalog wurde von der Gedenkstätte Ahrensbök gefördert. Fotos der Künstlerin mioq, die diese im KZ Buchenwald, Prora und an anderen Orte aufgenommen hatte, waren der Impuls für die Lyrik von HannaH Rau - jedoch ohne das Wissen über den Ursprung der Fotografien. So konnten Texte entstehen, die den Ort als solches, ohne seine geschichtliche Aufladung, wahrnahmen und trotzdem drückte die Bildsprache von mioq aus, was die Wortwerkerin HannaH Rau schließlich aussprach: "ich les dir vor, was du nicht siehst."

Ein Kunstprojekt war geboren, das die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen unterschiedlichen Künsten hoch emotional deutlich macht. Eine Sprache war gefunden, die das Unsagbare zeigen kann.

Katalog als PDF Ich zeig dir meinen Traum, den ich vergaß