KBS0051, Albersdorf, 28.09.2022, 14:30-18:00 Uhr
Karola Koch, N.N.

Esskultur - Ernährung gestern - heute - morgen

              

 

Brot und Brötchen – das waren für uns alle immer selbstverständliche Dinge. Doch mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine und die anschließende Blockade der Weizenausfuhr wurde bei uns plötzlich wieder Mehl in den Regalen der Supermärkte knapp. Den armen Ländern Afrikas droht eine Hungerkatastrophe. Die Hitzewellen in diesem Jahr wiederum führen uns vor Augen, dass wir alle abhängig von der Natur sind, als deren Teil wir uns immer weniger verstehen. Die Folge ist eine seit Jahrzehnten andauernde Übernutzung unserer Lebensgrundlagen und damit verbunden über kurz oder lang ein Mangel an Lebensmitteln wie Mehl und Brot. Selbst wenn sich der Mangel wegen schlechter Ernten in unserem Land "nur" im Geldbeutel zeigt, ist es für viele von uns ein markanter Einschnitt. Ganz abgesehen davon, dass uns alle durch den Klimawandel Naturereignisse wie Fluten, Stürme oder Feuer mit größerer Wahrscheinlichkeit treffen können. Wie wird es in Zukunft um unsere Grundnahrungsmittel Getreide bestellt sein?
Die „Entdeckung“ des Getreideanbaus machte aus Jägern und Sammlern die ersten Steinzeitbauern. Wie war ihr Leben damals, wie bauten sie Getreide an, wie ernährten sie sich davon. Einen Einblick in das Leben und den mühsamen Umgang mit dem Grundlebensmittel Getreide wird Steinzeitbauer Bastian Renk uns in dieser Fortbildung zum Thema Esskultur geben. Anschließend wird Frauke Materlik, Künstlerin und Landschaftsgärtnerin, Anregungen geben, wie man sich dem Thema auf kulturellen Wegen nähern kann.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Bitte wettergerecht kleiden.